Doch ein Happy End für Peitz/Gelhaus Meistertitel im Chevrolet Cup

Doch ein Happy End für Peitz/Gelhaus

MOTORSPORT: Zwischenzeitliche Disqualifikation sorgt im Cruze-Cup für ein nervenaufreibendes Wochenende

VON HARTMUT KLEIMANN

 

  

Delbrück-Westenholz/Bad Driburg. Dominik Peitz (Westenholz) und Rainer Gelhaus (Bad Driburg) haben im Chevrolet des ADAC-Ostwestfalen den Titel in der Tourenwagenserie Cruze-Cup 2012 geholt. "Ein ganz wichtiger Erfolg auch im Hinblick auf die weitere Motorsport-Karriere unserer beiden Nachwuchsfahrer", sagt Teamchef Olaf Rahn aus Lage zum Gesamtsieg.


Der wurde an einem in der Tat nervenaufreibenden Wochenende auf der Rennstrecke in Oschersleben unter Dach und Fach gebracht (die NW berichtete). "Leider etwas auf Kosten einer wirklich schlaflosen Nacht, einer enormen nervlichen Anspannung und auch auf Kosten einer nicht so tollen Siegesfeier, denn am Ende waren alle einfach nur platt", fasst Rahn das Erlebte in einen Satz zusammen. Nach dem Pech von Groß Dölln Ende September mit gleich zwei Unfällen hatte sich das immer noch in Führung liegende OWL-Duo für die zwei abschließenden Rennen in Oschersleben das I-Tüpfelchen auf eine bis dahin perfekt verlaufene Serie auf ihre Fahnen geschrieben.

Aus der zweiten Startreihe waren Peitz/Gelhaus in das zweimal zwei Stunden umfassende 1. Rennen gestartet. Nach dem Sieg allerdings machten sich erster Zweifel breit. Während alle Fahrzeuge im Parc Ferme verweilten, hatten die technischen Direktoren den Chevrolet der Ostwestfalen auf eine Hebebühne verfrachtet und intensivst in Augenschein genommen. Im Team machte sich das Gefühl breit, "dort wird etwas gesucht, bis man etwas gefunden hat."

Das war schließlich ein ausgetauschtes Frontgitter, das zuvor aber die technische Abnahme vor dem Rennen überstanden hatte. Darüber hinaus war das Austauschen dieses Gitters laut Reglement erlaubt. Peitz/Gelhaus aber wurden wegen dieser Beanstandung disqualifiziert und fielen ohne Punkte aus dem siebten Rennen im Gesamtklassement auf Rang drei zurück. "Wir waren natürlich alle geknickt", beschreibt Peitz die bitteren Momente. Was folgte waren Trotzreaktionen. In der Nacht bekam der Wagen eine neue Front. Peitz ließ am Sonntagmorgen im Qualifying eine Bestzeit folgen und eilte im Abschlussrennen "mit einer Extraportion Wut im Bauch" der Konkurrenz auf und davon. Fast eine Minute betrug der Vorsprung in der Schlussphase des Rennens. Auch Sicht des Fahrerduos die richtige, sportliche Antwort auf das zuvor Geschehene.

Als der 20-jährige Westenholzer in der letzten Stunde das Steuer noch einmal an den Driburger übergeben hatte, machten sich wenig später die ersten Gerüchte breit, die Disqualifikation vom Samstag sei zurückgenommen worden. "Alle haben mich in der Box mit einem breiten Grinsen empfangen. Sofort als die Bestätigung kam, haben wir Rainer angezeigt, fortan schonend zu fahren", verweist Peitz auf den komfortablen Vorsprung, den das Team mit der Samstagwertung nun hatte. "Wir hätten im Rennen sogar Letzter werden können und hätten die Serie trotzdem gewonnen."

So erlebten Dominik Peitz, Rainer Gelhaus, Olaf Rahn und alle anderen Beteiligten des OWL-Teams doch noch ein Happy End, "aber nach dem Stress hatte keiner mehr die Kraft, eine große Party zu starten", berichtet Ra
hn. Die soll nun im November nachgeholt werden.

 

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